Petrikirche Tartu
Die Petrikirche in Tartu zählt zu den schönsten neugotischen lutherischen Kirchen Südestlands. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts als geistiges Zentrum der wachsenden estnischsprachigen Gemeinde errichtet. Der vom Architekten Viktor Schröter entworfene Sakralbau prägt mit seinem 56,5 Meter hohen Turm und der markanten Backsteinfassade bis heute das Stadtbild des Stadtteils Ülejõe.
Der helle und großzügige Kirchensaal besticht durch ein eindrucksvolles dreigeschossiges Raumkonzept. Holzbalken und neugotische Bögen verleihen dem Innenraum Wärme, Rhythmus und eine feierliche Würde, die an eine städtische Kathedrale erinnert. Zu den bedeutendsten Kunstwerken gehört das Altarbild „Der rufende Christus“ (1897) des estnischen Malers Johann Köler. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Orgel mit 22 Registern aus dem späten 19. Jahrhundert, deren Klang die Petrikirche zu einem geschätzten Konzertort mit ausgezeichneter Akustik macht.
In unmittelbarer Nähe des Ortes, an dem das erste estnische Liederfest stattfand, errichtet, ist die Petrikirche seit der Grundsteinlegung im Jahr 1882 eng mit der kulturellen und gemeinschaftlichen Geschichte der Esten verbunden und bis heute ein lebendiger Ort des Glaubens und der Musik.
Zeiten und Preise
Dienstag-Freitag 09:00 - 14:00
Eigenschaften
Parken frei